Das linkshändige Kind in der Schule

Ansprechpartnerin für Fragen rund um das linkshändige Kind ist Frau Kratzmeier. Über sie können auch die benötigten Materialien (Schreibunterlagen, Stifthalter etc.) bestellt werden. Unsere Auswahl an Ansichts- und Probiermaterialien erleichtert die Beratung der Eltern und Kinder.
Beratung bei unklarer Händigkeit wird von unserer Beratungslehrerin Frau Neff angeboten.
Bis heute werden Linkshänder/innen manchmal noch als unbedeutende Minderheit in der Gesellschaft angesehen. Tatsächlich machen sie aber einen weit größeren Anteil der Bevölkerung aus als offiziell angenommen wird.
Gerade in der Kinderbetreuung, medizinischen Vorsorge, allgemeinen Erziehung und in der Berufsausbildung werden aber immer häufiger Fragen zur Linkshändigkeit gestellt und Rat und Hilfe gesucht. Das beginnt oft bereits im Alter von 10 bis 15 Monaten mit der Diagnose der Händigkeit. In diesem Alter bevorzugen viele Kinder schon eindeutig die linke oder rechte Hand.
Die Auswahl der passenden Gebrauchsgegenstände für Linkshänder zum richtigen Zeitpunkt ist sehr wichtig. Wenn linkshändige Kinder zu spät mit Linkshandgebrauchsgegenstände konfrontiert werden und dann vielleicht auch noch ohne fachgerechte Anleitung, haben sie oft Schwierigkeiten, sich umzugewöhnen und lehnen sie, zum Erstaunen der Eltern, manchmal sogar kategorisch ab. Grund ist, dass sie sich bereits falsche und sie benachteiligende Haltungen und Automatismen angewöhnt haben, die sich nicht einfach mehr ändern lassen.
In der Schule wird häufig zu wenig Beachtung auf eine lockere, entspannte Schreibhaltung gelegt und im Beruf oft nicht berücksichtigt, dass auch hier bestimmte Tätigkeitsabläufe vom Linkshänder „andersherum“ gemacht werden und so wird versäumt, dem Linkshänder optimale Leistungsmöglichkeiten und Chancengleichheit zu gewähren. Die Lehrkräfte der Schillerschule achten in besonderer Weise auf Linkshänder und beraten die Eltern von Beginn der ersten Klasse an zu den Möglichkeiten der Unterstützung ihres linkshändigen Kindes.
Leider wird auch heute noch, meist sehr früh, verbunden mit dem natürlichen Modell- und Nachahmungsverhalten der Kinder, versucht, Linkshänder auf den Gebrauch der rechten Hand umzuschulen. Die Umschulung der angeborenen Händigkeit ist aber einer der massivsten unblutigen Eingriffe in das menschliche Gehirn: Durch den Gebrauch der nicht dominanten Hand, besonders zum Schreiben, kann es im Gehirn zu schwersten Störungen und Irritationen kommen, die den Menschen individuell meist sehr belasten und Auswirkungen für sein ganzes Leben haben können.
Da linkshändige Kinder im ersten Schuljahr nur mit Bleistift schreiben, ist sehr genau darauf zu achten, dass sie sich keine verwischende Schreibhaltung angewöhnen. Eine einmal eingeschliffene falsche Stift- und Handhaltung ist später kaum noch zu korrigieren. Die LAFÜLIKI-Schreibtischauflage ist genau auf Schulanfänger, die noch keine gefestigte Blattlage haben, ausgerichtet. Knopf und Reißverschluss zeigen dem Schulanfänger die Körpermitte, die ruhende Hand hält das Heft. Durch die Anschlagleiste werden die Hefte im richtigen Winkel angelegt. So können linkshändige Schulanfänger von Anfang an nicht-verwischend schreiben lernen. Das Stiftende sollte beim Schreiben ca. in Richtung des Unterarmes zeigen. Bei Kindern die schon jahrelang eine falsche Blattlage haben, darf diese nicht abrupt verändert werden. Da dies mitunter zu Kopfschmerzen und Schwindel führen kann. In solch einem Fall kann das Blatt/Heft jeden Tag ein paar Millimeter verschoben werden bis es endlich in der dargestellten Position liegt.